Namm 2010 Bericht

namm_signAuch in diesem Jahr haben wir wie gewohnt die größte Musikmesse der USA, die Namm Show in Kalifornien besucht um nach den neuesten Trends und Entwicklungen der Musikindustrie und natürlich speziell des Drum-Marktes zu sehen, sowie nach neuen Produkten zu suchen....

Die Stimmung innerhalb der Branche war nach dem (vor allem auf dem amerikanischen Markt) durch die Wirtschaftskrise bedingt zurückhaltenden Jahr 2009 sehr gut. Die großen Hersteller zeigten wie gewohnt ihre großen Messestände mit Drums die in ihrer Perfektion kaum noch zu überbieten sind.

Die kleineren Drum-Hersteller waren in diesem Jahr nicht ganz so zahlreich vertreten. Doch die etablierten Custom-Drum Companies (wie z.B. Pork Pie, Brady, Spaun, Craviotto und Ford) hatten alle ihre Ausstellungsfläche und fanden auch den Zuspruch der Drummer.

Im großen und ganzen wurde auf dem Sektor der akustischen Drums und Becken Modellpflege betrieben - wirkliche Neuerungen gab es eher nicht. Trotzdem ist es interessant zu sehen wie hoch das Niveau heutzutage in nahezu allen Preisklassen ist. Die Qualität der Drums ist in Punkto Verarbeitung und Optik kaum noch zu überbieten.

Die beiden Traditions-Hersteller Ludwig und Gretsch bemerken weltweit eine steigende Nachfrage nach ihren Produkten und bieten dementsprechend eine große Palette von Modellen an. Immer wieder gibt es Sondermodelle die bereits jetzt schon Liebhaber-Status erlangt haben. So findet man bei Ludwig ausser der neuen Keystone-Reihe ein wunderschönes matt gebürstetes Edelstahl Drumset welches von Ronn Dunnett gefertigt wird. Auffällig sind die "Olive Badges" im Stil der 70er Jhre. Gretsch bietet seine Verkaufsschlager wie die Catalina Jazz- und Renown-Modelle teils in neuen Farben und hat das Catalina auch wieder mit Birken-Kesseln (Catalina Birch) ins Programm genommen. Bei den USA Custom-Modellen wird es auch für 2010 wieder streng limitierte Sondermodelle geben. Von dem weissen Bebop-Kit mit goldenen Streifen gibt es nur eine Auflage von 30 Stück - wir haben ein Exemplar reserviert.

Tama stellte wie gewohnt eine große Auswahl an schönen Drums aus. Die Verkaufsschlager von Swingstar bis Starclassic präsentieren sich allesamt in neuen geschmackvollen Farben. Der Trend der "Hyperdrive" Sets mit den kurzen Toms und der langen Bassdrum hält weiter an. In der preisgünstigen Swingstar-Serie gibt es jetzt bereits ab Werk Setkombinationen mit 2 Floortoms. 2 neue Signature Snare runden das Programm ab.

Mapex zeigte neue Farben in der Ober- und Mittelklasse und ein sehr interessantes neues Bassdrumpedal. Hier wurde viel Wert auf Details gelegt. Das Ergebnis ist ein eher traditionell laufendes Pedal mit viel Power und bester Kontrolle, ungefähr vergleichbar mit den hochwertigen DW-Modellen.

Im Bereich Hardware gab es bei DW eine neue Serie 3000 zu sehen welche mit einem sehr interessanten Preis/Leistungsverhältnis auf den Markt kommt. Die bisherigen 7000er Pedale werden jetzt 3000 heissen und aus dem 4000er Modell wird das 2000er (zu einem noch günstigeren Preis). Ein weiter Focus bei DW waren neue Snaredrum Varianten und ein komplett neuer Snareabheber.

Bei Yamaha ist die untere Mittelklasse durch ein komplett neues Drumset, das Rock Tour erweitert worden. Aus unserer Sicht ein sehr interessantes Drumset mit tollem Sound und einer sehr eigenständigen Optik. Die Sets kommen entweder in einer von 3 matten Lackierungen (schwarz, silber, blau) mit mattsilberner Kesselhardware oder in offenporigen Lackierungen (transparent auf Eschen-Furnier) mit klassischer Chrom-Hardware. Die Kessel sind aus Mahagoni un dei Toms kommen ab Werk mit Pin Stripe Fellen.

 

Der E-Drum-Markt wächst immer weiter, sodass es nicht verwunderte bei Roland (TD-12KX und SPD-30 Octapad) und Yamaha (DTXtreme 3) überarbeitete Modelle zu finden. Die 2 Box E-Drums aus Schweden konnten aus unserer Sicht immer noch nicht richtig überzeugen, da hier die Entwicklung noch nicht abgeschlossen scheint. Ein neues vielbeachtetes E-Drum System präsentierte überraschenderweise Pearl. Optisch kann man es zunaächst kaum von einem Akusik-Set unterscheiden. Die Spielflachen der Trommeln sind sehr leise und recht angenehm, die Becken sollen aufgrund ihrer festen Oberfläche das Spielgefühl eine richtigen Cymbals vermitteln.

Bei den kleineren und Custom-Herstellern gab es durchweg positives zu sehen. Pork Pie, die wir im übrigen ab sofort exklusiv auf dem deutschen Markt anbieten, zeigte außer hochwertigen US Drums eine Erweiterung der Little Squealer-Reihe die in Taiwan gefertigt wird. So gibt es jetzt als preisliche Abrundung nach unten 2 Snaredrums (in 13 & 14") aus Stahl die absolut überzeugend sind. VK ab 175.- Euro. Das beliebte Little Squealer Set ist neuerdings auch in der Lackierung "Blood Red Sparkle" erhältlich. Wir werden  von Pork Pie übrigens auf der Frankfurter Musikmesse (24. 27. 03.2010) das gesamte Programm zeigen.

Bei dem japanischen Hersteller der feinen Canopus Drums gab es als Neuvorstellung eine neue Drum-Linie in der Mittelklasse. Unter dem Namen Japanese Sword werden die Sets in Jazzgrößen (18, 12, 14") oder Rock-Größen (22,10,12,14") mit hervorragenden Maplekesseln ausschließlich in der Farbe Natural Maple angeboten. In kürze bei uns erhältlich.

Neil Longo, der Erbauer fantastischer Solid Shell Snares zeigte Prototypen von Snares mit Ply-Kesseln von Keller, die er allerdings mit zusätzlichen Verstärkungsringen und Außenfurnieren in Bubinga und Kirsche ausstattet. Diese Snares klangen äußerst vielversprechend und werden bei uns für um die 500.- Euro erhältlich sein.

 

Auf dem Beckenmarkt gab es bei den großen Herstellern etwas Modellpflege und ein paar neue Beckentypen in den bekannten  Serien. Bei der Mainstream- Serie Alpha von Paiste gibt es jetzt hochglanzpolierte "Brilliant" Oberflächen, die die Becken wesentlich wertiger aussehen läßt. Meinl stellt die ganz neue M Serie vor zunächst in einer Auswahl von 2 Crashes, 2 Rides und einer Hihat.

 

 

Tel. 0221 - 2581277
oder
kontakt@drumcenter.de

Mo - Fr 10-18.30 Uhr
Sa 10-18.00 Uhr

Drumcenter
Markmannsgasse 9-11
50667 Köln

Impressum